Lösungen für das Enterprise Resource Planning (ERP) sammeln Daten aus der Geschäftsabwicklung und speichern diese elektronisch in Datenbanken oder in umfassenden Data Warehouse-Systemen. Controlling, Finanzbuchhaltung, Einkauf, Materialwirtschaft und andere Bereiche können so in einem System übergreifend zusammengeführt werden. ERP-Lösungen stellen Funktionen bereit, zum Beispiel für die Abwicklung von Bestellvorgängen. Sie unterstützen damit eine standardisierte Durchführung der Geschäftsvorgänge. Dazu greifen sie auch auf hinterlegten Daten in der Datenbank oder dem Data Warehouse zu.
Datenspeicher: Data Warehouse
Datenbanken oder aber auch leistungsfähigere Data Warehouse-Systeme speichern die von der ERP-Lösung gespeicherten Geschäftsdaten. Derartige Systeme stellen auch ein gewisses Auswertungs-Repertoire zur verknüpften Analyse der gespeicherten Daten zur Verfügung. Hier können auch Informationen aus der Konkurrenzanalyse einfließen und für die Auswertung herangezogen werden.
Datenpräsentation: MIS
Zur Unterstützung der Unternehmensplanung setzen Management Information Systeme (MIS) auf den in der Datenbank oder dem Data Warehouse-System gespeicherten Informationen auf. Die automatisch zusammengeführten Geschäftsdaten stellen die Ist-Situation dar und können auch in die Zukunft blickende Szenarios entwickeln. Mit entsprechend vordefinierten Reportfunktionalitäten erhalten Planung und Entscheidungsfindung im Unternehmen eine solide Grundlage.
Interne Informationsflüsse
ERP-Lösungen unterstützen auch den internen Informationsaustausch und die reibungslose Zusammenarbeit. Darüber hinausgehen mit jedem Geschäftsvorgang Schriftstücke oder E-Mails einher, die der Dokumentation dienen. Damit diese bei Bedarf rasch zur Bearbeitung bereit stehen, setzen Unternehmen Dokument-Management-Systeme (DMS) ein. Sie standardisieren die Ablage und unterstützen die Dokumentensuche.
Geschäftsabwicklung und Vernetzung mit Partnern
Kleine und mittelständische Unternehmen besetzen Nischen und bauen dafür spezialisiertes Know-how intern auf. In der Automobilindustrie wurde der Aufbau eines Zuliefer-Netzwerkes mit spezialisierten Dienstleistern betrieben. Aber auch untereinander können Zulieferer kooperieren oder Berater mit zusätzlichem Wissen in Projekten einsetzen. Kann die Zusammenarbeit solcher Teams nicht am gleichen Ort stattfinden, unterstützen Internet basierte Lösungen für das Projektmanagement die Kommunikation, Planung und Ausführung im Projekt.
Die enge und ineinander greifende Verknüpfung von Unternehmen in Lieferketten unterstützen Lösungen für das Supply Chain Management (SCM). Diese machen die Bewegung von Gütern, Informationen und Geld entlang der Lieferkette transparent und zeigen Potenziale für deren Optimierung auf.
Über den Tellerrand hinaus
In einer Studie von IBM und dem Wirtschaftsmagazin Impulse gaben 82 Prozent der befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen an, dass sie E-Business nutzen wollen. Aber 52 Prozent beklagten fehlendes Know-how bei den Mitarbeitern. Anders als Großunternehmen sind kleine und mittelständische Betriebe aber flexibel und können sich mit anderen Firmen zu Netzwerken oder Kooperationen verbinden. Ressourcen-Engpässe in personeller Hinsicht können so für aufwendige Projekte oder in Forschung und Entwicklung überwunden werden. E-Business liefert dafür das Werkzeug.
Der aktuellen Studie "Internet und E-Business im Mittelstand 2004" von IBM und dem Wirtschaftsmagazin "Impulse" zufolge entdecken immer mehr mittelständische Unternehmen die Vorteile von E-Business und zeigen sich verstärkt investitionsbereit: So plant nahezu jedes zweite Unternehmen, ein System zur elektronischen Beschaffung (E-Procurement) einzuführen, mit mobilen E-Business-Anwendungen liebäugelt jedes dritte im digitalen Geschäft aktive Unternehmen.
Auch zeigen die Mittelständler inzwischen ein gesundes E-Business-Selbstbewusstsein: 44 Prozent der Befragten gaben an, in punkto E-Business "fortschrittlicher" oder sogar "erheblich fortgeschrittener" zu agieren als die Konkurrenz. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil erst bei 35 Prozent.